Architektur

Wäre heute ein ranking der bedeutendsten Welt-Architekturregionen zu erstellen, Vorarlberg belegte mit Sicherheit einen der ersten zehn Plätze. Damit ist nicht nur die Bedeutung der einzelnen Bauschöpfungen gemeint, sondern Zahl und Dichte ihres Vorkommens.

Dieses Phänomen ist vergleichsweise neu. Zwar sind Vorarlbergs Barockbaumeister fester Bestand der Fachliteratur, doch meint, wer von Vorarlberger Bauschule oder Baukünstlern spricht, die Generation der ab 1950 Geborenen, die seit etwa dreißig Jahren hier das Bauen prägen. Das sind mittlerweile – ohne die Handvoll Pioniere, die ihnen vorausgingen – gut über 60 Personen, angesichts der 370.000 Einwohner des Landes eine erstaunliche Zahl. So ein Verhältnis ist nur möglich, wo wie hier Baukunst geschätzt wird, wo jedes vierte Wohnhaus vom Architekten geplant wird.

Sehenswert

Bemerkenswerte Bauwerke aufzulisten fällt schwer, da es sich vielfach um private Wohnhäuser handelt, die nicht zugänglich sind. Ein Spaziergang durch Hittisau etwa oder Schwarzenberg befriedigt jedoch die Neugier. Besonders eignet sich jedoch die Ortschaft Bizau für einen solchen Spaziergang – Wohnhäuser aller Epochen, Siedlungsbau, Bauten für Gewerbe, Bildung und Gemeinde sowie Gasthöfe bilden ein Ensemble, das als Gesamtes mit dem ArGeAlp-Preis ausgezeichnet wurde.

 

Sehenswerte Bauten

Gasthöfe & Hotels: Gasthof Adler, Schwarzenberg; Hotel Krone Hittisau; Hotel Gams und Hotel Post, Bezau; Hotel Sonne und Metzgerstüble, Mellau; Hotel Steffisalp, Warth.

Schulen & Kindergarten: Bizau; Doren; Egg; Warth.

Gewerbliche Bauten: Molke Metzler, Egg; Käsekeller, Lingenau;

Kommunale Einrichtungen: Gemeindehäuser in Bizau, Langenegg, Andelsbuch,

Kirchliche Bauten: Kapelle Alpe Niedere, Andelsbuch