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Brauchtum & Geschichte

Brauchtum & Geschichte

Brauchtum & Geschichte

Wer Natürlichkeit, Echtheit und Tradition in Kombination mit überraschend modernen Anklängen schätzt, urlaubt in Bezau genau richtig.

Leben in Bezau

Leben in Bezau

Die Marktgemeinde Bezau liegt auf einer Seehöhe von 650 m ü.d.M. im Hinteren Bregenzerwald und ist die Heimat für knapp 2000 Dorfbewohner. Mit einer Fläche von 34,3 km² gehört die Gemeinde zu den flächenmäßig größten Bregenzerwälder Gemeinden.
Bezau hat als Marktgemeinde des Bregenzerwaldes einen großen wirtschaftlichen Stellenwert in der Region. Durch die überörtlichen Einrichtungen wie Bezirksgericht, Notariat, Kloster, die Bundesschulen, aber auch durch die vielen Geschäfte, Handwerks- und Gastronomiebetriebe ist Bezau ein wichtiger Treffpunkt in der Talschaft geworden. Innovative Betriebe in den Bereichen Handwerk, Handel, Gastronomie und Landwirtschaft sind ein Garant für unsere gut funktionierende Nahversorgung.

Jung und Alt treffen sich in zahlreichen Vereinen und beleben somit unsere Dorfgemeinschaft. Bezau bietet unseren Bürgern wie auch unseren Gästen eine besondere Wohnqualität in einer landschaftlich einmaligen Lage mit einer guten Infrastruktur.

Brauchtum & Geschichte

Geschichte

Die Anfänge der Dauerbesiedlung von „Baezenowe“ (urkundliche Erstnennung 1249) reichen vermutlich ins 12.-13. Jahrhundert zurück. Eine Kapelle als Filiale von Egg bestand wohl schon im 14. Jahrhundert. Nach dem Bau einer neuen Kirche wurde Bezau 1497 selbständige Pfarrei. 1656 wurde ein Kapuzinerkloster gegründet. Dieses trug über 320 Jahre zur Entwicklung Bezaus bei.

2 Jahre nach der Auflassung durch die Kapuziner ließen sich dort 1977 polnische Franziskaner nieder, die bis heute unsere und die umliegenden Pfarreien unterstützen.

Durch die Schaffung verschiedener zentralörtlicher Einrichtungen wurde der Standort Bezau im 19. Jahrhundert aufgewertet. Seit 1806 ist Bezau Gerichtsort für den Bregenzerwald. 1850 wurde das erste Postamt für den hinteren Bregenzerwald eingerichtet, 2 Jahrzehnte später die Straßenverbindung von Andelsbuch her fertig gestellt. Ein weiterer Schritt auf dem Vormarsch Bezaus war 1902 die Eröffnung der Bregenzerwaldbahn mit Bezau als Endstation, die bis 1980 in Betrieb war. Seit 1988 ist die Schmalspurbahn als Museumsbahn mit großem Erfolg in Betrieb.

1962 wurde Bezau zur Marktgemeinde des Bregenzerwaldes erhoben. In den siebziger Jahren wurde dann der Ortskern umgestaltet. Durch die Neuanlage der Bundesstraße als Umfahrung ist der Ort seit fast 30 Jahren vom Durchzugsverkehr entlastet, was sich positiv auf die Entwicklung als Geschäfts- und Tourismusstandort auswirkte.

Insgesamt wird Bezau für seine vorbildliche Ortsbildpflege mit behutsamer Erhaltung und Erneuerung des Altbaubestandes lobend hervorgehoben. Gut erhaltene Bregenzerwälder Bauernhäuser und Vorsäße (z. B. Schönenbach) zeugen von der langen Tradition der Gemeinde.

Alter Turm

Alter Turm

1806 richteten die Bayern – Vorarlberg war an Bayern gefallen – das Landgericht Bregenzerwald mit Sitz in Bezau ein. Das Landgericht und das dazugehörende Gefängnis befanden sich im sogenannten „alten Turm“ in der Parzelle Platz Nr. 61 – die Gefängniszellen im Keller sind noch heute im Originalzustand erhalten. Die bayrischen Gerichtsbeamten sahen sich in einer Opposition zur Bevölkerung die am 1. Juli 1807 in Krumbach zu einem Frauenaufstand führte. Auch nach der Rückkehr Vorarlbergs an Österreich (7. Juli 1814) besserte sich das Verhältnis zwischen Bevölkerung und Landgerichtsbeamten nur langsam.

Landesherrschaft und Gerichtsbarkeit

Landesherrschaft und Gerichtsbarkeit

Spätestens seit Ende des 14. Jahrhunderts übten die Bregenzerwälder Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltung relativ eigenständig aus. Die Gesetzgebung fand bis zur Erbauung des Rathauses auf der Bezegg (die ersten Sitzungen dort sind 1522 überliefert) im Weiler Heimgarten in Andelsbuch statt. Landammann, Landschreiber, 24 Räte und 48 Abgeordnete der einzelnen Orte beschlossen Gesetze und Verordnungen. Bezau gehörte also kirchlich zu Egg, der Gerichtsordnung nach zu Andelsbuch. Die „Bezeggsul“, eine neugotische Gedenksäule, wurde 1871 auf der Passhöhe der Bezegg zwischen Andelsbuch und Bezau durch den Wiener Dombaumeister und Ringstrassenarchitekten Friedrich von Schmidt errichtet. Sie erinnert an das hölzerne Rathaus, das sich bis 1807 an dieser Stelle befand und als Versammlungsort für den Landstand des Hinteren Bregenzerwaldes diente. Das Gebäude stand damals auf Säulen und war nur durch eine Falltüre über eine Leiter zugänglich. Während die vom Volk gewählten Räte darin tagten, wurde die Leiter entfernt, bis die Beschlüsse gefasst waren.

Die Pfarrkirche von Bezau

Die Pfarrkirche von Bezau

Ende des 14., Anfang des 15. Jahrhunderts stand in Bezau eine Kapelle, die 1490 erweitert wurde. Der Einweihung 1494 folgte 1497 die Erhebung zur Pfarrkirche. Hauptpatron ist der Hl. Jodok. Zum ältesten noch vorhandenen Inventar der Kirche zählt das Sakramentshäuschen von Esaias Gruber aus dem Jahr 1597. 1771/72 erfolgte eine bedeutende Erweiterung der Kirche und Erhöhung des Kirchturmes. Die heutige Kirche wurde in den Jahren 1907 und 1908 anstelle des gotischen Vorgängerbaues aus dem 15. Jh. nach Plänen Albert Rimli und Seraphim Pümpel errichtet.

Klosterkirche Bezau

Klosterkirche Bezau

1652 sah Landammann Johann Waldner aus Egg die Errichtung einer ständigen Niederlassung der Kapuziner als vordringlichstes Ziel. Am 12. Juli 1655 konnte der Grundstein für den Bau der Klosterkirche gelegt werden und im November 1656 bezogen die ersten Pater, Kleriker und Laienbrüder den Klosterneubau. Anfang des 20. Jhd wurde aufgrund der schlechten Bausubstanz ein Neubau beschlossen und die neue Klosterkirche 1907 eingeweiht.
In den 70er Jahren wurde das Kloster renoviert. Nach Plänen des Architekten Leopold Kaufmann konnte der Umbau des Klosters 1980 abgeschlossen werden. 1978 wurde das Projekt „Kolping-Bildungshaus- und Freizeitzentrum Bezau“ ins Leben gerufen. 1979 schloss der Stand Bregenzerwald mit der Franziskanerprovinz Kattowitz ein Abkommen, nachdem der Orden die ständige Anwesenheit von drei Patres in Bezau auf 33 Jahre zusicherte. Dieses Abkommen wurde 2012 auf unbestimmte Zeit verlängert.
Im Herbst 2012 wurde das Kircheninnere der Klosterkirche aufwendig renoviert. Die künstlerische Intervention der Renovierung bilden die vom akademischen Maler Prof. Gerhard Winkler gestalteten Tücher.