Baukünstler

„Baukünstler“, nannten sich die Akteure anfangs, weil in heftigem Konflikt mit dem „Establishment“ von Bauwirtschaft und Kammer der Titel Architekt verweigert wurde. Öffentlicher Auftritt, Zusammenschluss und immer das gemeinsame Gespräch – so einer der Pioniere – spielten von Anfang an eine wichtige Rolle.

Das gesellschaftspolitisch gegründete Ideal – sozial, erschwinglich, nachhaltig, regional – beförderte den Schulterschluss einer Generation, die neue Lebensformen und andere kulturelle Ausdrucksformen suchte, sich dem Ausverkauf des Landes widersetzte und im Bau ihren Ausdruck fand.

Die neue Architektur hatte im Wohnhaus – ob in der Auseinandersetzung mit der Substanz oder als Neubau, oft für Wohngruppen – ihren Ausgang und wuchs zum deutlichen Zeichen dieser kulturellen Erneuerung, die bald auf die wirtschaftlichen Eliten und den öffentlichen Sektor ausstrahlte.

Doch so bedeutsam dieses Milieu war, immer sind es Personen, die dafüreinstehen, und längst sind die Eberle, Gnaiger, Dietrich, Kaufmann, Ritsch internationale Stars mit Lehrstühlen an namhaften Universitäten.